Riot begeht mit League of Legends nicht nur einen Fehler

Posted on Aug 11 2014 - 10:41pm by sandmann
Artwork zu League of Legends

League of Legends ist zu billig, glaubt Teut Weidemann und gibt Entwicklern einen Rat, den Spieler nicht gerne hören werden.

Mit 67 Millionen Spielern gehört League of Legends zu den beliebtesten Spielen aller Zeiten. Mit Einnahmen von 6,24 Millionen Dollar im Jahr 2013 allerdings spielt Publisher Riot längst nicht in der obersten Liga mit. Ein Misstand, wie aktuell Teut Weidemann von Ubisoft Blue Byte darlegt.

Für Weidemann gibt es drei Probleme – und allesamt haben sie mit dem Geschäftsmodell von League of Legends zu tun. Erstens, so der Ubi-Mann, verschenke Riot zu viel. Zweitens veröffentliche man unbalanciert starke Champion und schwäche sie ab, nachdem sie sich verkauft hätten. Drittens habe man mit nur 3,75 Prozent „Conversion-Rate“ ein fürchterliches Verhältnis in Bezug auf kostenlos spielende und zahlende Kunden. 15 bis 25 Prozent seien hier normal.

Als positives Beispiel führt Weidemann World of Tanks an, das bei 30 Prozent liegt. Die Panzer-Simulation könnte das gleiche Geld wie League of Legends mit einem Drittel der Spielerschaft reinholen, analysiert Weidemann und glaubt, dass sich Riot nur dadurch behaupten kann, dass man diese riesige Spielergemeinde hinter sich hat.

Bei aller analytischen Nüchternheit sollte man Teut Weidemann jedoch mal mit der Frage konfrontieren, ob League of Legends diese Spielerzahlen überhaupt hätte aufbauen können, wenn das Geschäftsmodell nicht derart kundenfreundlich wäre.

Quelle / Link:

Gamasutra

 

  • Lyasa

    Irgendjemand muss Valve mal die Zahlen zu DotA 2 entlocken!
    Ich habe dort das Gefühl das gerade wegen dem extrem fairen System sehr viel höhere 'Conversion' Raten existieren (und vermutlich auch durch die Steam Anbindung).

  • Dota 2 hat weitreichendere Möglichkeiten als LoL, weil Spieler selbst Designs einbringen können und von den damit generierten Umsätzen profitieren. So viel Kosmetik, wie Valve damit verkauft, kann Riot gar nicht produzieren.